Erinnerungen
RitaSonntag 07.November.2010 17.34

Wir erinnern an die blaue Doggenhündin RITA, 11 bis 14 Monate jung, die so früh sterben musste. Es blieben uns nur wenige Tage um diese so liebenswerte Junghündin kennenzulernen, ihr kurzes Leben davor liegt im Dunkeln, wir können einiges rekonstruieren mit dem traurigen Ergebnis, dass das kein lebenswertes Hundeleben war. Hier ihre Geschichte:
Im Herbst 2006 wurde uns von einer eher dubiosen Stelle, die uns namentlich bekannt war, diese junge Dogge „angeboten“. Bis heute wissen wir nicht, wie wir diese etwas dubiose Adresse einordnen sollen, ob wir es hier mit Hundehändlern und/oder Hundevermehrern zu tun hatten hinter der Fassade eine „Hundepension“?
Als Abgabegrund für RITA wurde gesagt, sie leide an einer Milchdrüsenleistengeschwulst, was operiert werden müsse und dazu fehle das Geld.


Ganz schnell kam RITA zu Rosi in einem schlechten gesundheitlichen Allgemeinzustand, was zu einem Aufschub einer sofortigen Operation führte. Wenige Tage später erlitt RITA nachts vaginale Blutungen und wurde sofort zu einer Notoperation zu unseren Tierärzten in Greifswald gebracht. Während dieser Operation wurde erkennbar, dass RITA mit Hormonen behandelt wurde, um die Läufigkeit vorzuverlegen. Die behandelnde Ärztin fand Hinweise auf Embryonen, die nicht weiter entwickelt wurden. In der folgenden Nacht starb die junge RITA an einer nicht zu behandelnden Embolie.
Immer noch erfüllt uns die Erinnerung an diese so lebensfrohe und menschenbezogene Hündin mit Wut und Trauer. Ihr Schicksal steht stellvertretend zum Gedenken an die namenlosen und unzähligen Hündinnen, die als profitable „Gebärmaschinen“ von profitgierigen Menschen überall ausgebeutet werden. Diese Hundevermehrer finden sich sowohl bei den sogenannten „Züchtern“ in Rassezuchtverbänden als auch bei den sogenannten „Schwarzzüchtern“. Ausgenommen von dieser Anklage sind die Züchter, die nur 2 bis drei Hündinnen halten, die bei ihnen im Haus leben. Ein finanzieller Gewinn ist dort nicht angestrebt und lässt sich mit einer verantwortungsvollen Hundezucht auch nicht erzielen.
Die Erinnerung an RITA soll uns immer wieder an das elende Leben vieler, vieler Doggenhündinnen mahnen (siehe auch Erinnerungen an ROSALI aus einem DDC-Zwinger). Und wir wollen uns auch nicht dadurch täuschen lassen, dass viele Doggenzüchter ihre Welpen so verkaufen, dass der tatsächliche Lebensraum der Mutterhündin gar nicht zu besichtigen ist. RITA, wir hätten Dir so gerne ein wunderschönes Zuhause bei verantwortungsbewussten Menschen gesucht.
Eva Gorski und Rosi Kehler November 2010


by Lydia Muus E-Mail        

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