Erinnerungen
NaneSonntag 07.November.2010 18.46

Im November 2007 gelang es uns mit tatkräftiger Hilfe von Kerstin Lenz (Tierschutzverein Demmin) drei Doggen aus elenden Verhältnissen freizukaufen. Zwei Rüden und eine Hündin, stark verwahrlost, stinkend, voller Flöhe und Milben, hinter engen Verschlägen. Die Halterin hatte noch 20 weitere Hunde; zwei Windhunde sind schon vor unserem Eintreffen von Tierschützern gerettet worden. Unsere drei Doggen, BRUTUS, FRANZ und NANE wurden von Frau Lenz aufgenommen. NANE war so schwer behindert, dass sie ins Auto getragen werden musste. Für FRANZ gab es den Glücksfall, dass er ziemlich schnell neue Menschen, die ihn zu sich genommen haben, gefunden hat. Die Hündin NANE (ca zweijährige, wahrscheinliche Vollschwester von BRUTUS) konnte noch einige Tage in engem Menschenkontakt mit Frau Lenz leben. Diese hat sie immer wieder auf das Sofa gehoben, was die Hündin so genossen hat. Doch dann mussten wir folgenden Text veröffentlichen:


Wir konnten NANE nicht retten.
NANE, diese so liebenswerte Hündin, die so gerne leben wollte, ist tot. Wir haben um die Entscheidung, sie einschläfern zu lassen, tagelang gerungen und hätten gewiss alle unsere Möglichkeiten eingesetzt, ihr Leben zu erhalten. Aber die ihr durch grobe Gewalteinwirkung zugefügte Schädigung der Lendenwirbelsäule mit irreparablen neurologischen Ausfällen ließen alle unsere immer wieder aufkeimenden Hoffnungen in Nichts zerfallen. NANE war kot- und harninkontinent, konnte nur mit viel Hilfe aufstehen und manchmal einige Schritte gehen, fiel aber immer wieder um.
In der Rekonstruktion ihrer Leidensgeschichte kommen wir zu dem bitteren Ergebnis, dass diese Hündin wochen- vielleicht monatelang hilflos in ihren Exkrementen gelegen hat. Der vermeintliche Scheidenvorfall war die an den Hinterbeinen und um den Schwanz herum bestehende Auflösung der Muskulatur und des Felles. Die Schmerzen NANES waren nicht mehr durch Medikamente zufriedenstellend zu beeinflussen.
Wie so oft sind wir voller Trauer und voller Wut angesichts der Grausamkeiten, die wir Menschen unseren Tieren zufügen. Aber diese Wut und diese Verzweiflung lassen uns weiter tätig sein.
Irgendwann wird es uns wieder gelingen, eine NANE zu retten.
Eva Gorski, Rosi Kehler und Kerstin Lenz 15. November 2oo7


Hier ist NANE


by Lydia Muus E-Mail        

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