Erinnerungen
DrakoDonnerstag 02.Dezember.2010 11.31

Wir erinnern an DRAKO, der aus ganz elenden Lebensbedingungen aus Ibiza zu uns kam und für den wir ein liebevolles Zuhause finden konnten, wo er noch drei Jahre als glücklicher Hund leben durfte.


Ende 2006 hatten wir folgenden Text auf unserer Doggen-Nothilfe-Internetseite:
Unser Weihnachtsgeschenk Wir - der engste kleine Kreis der Doggen-Nothilfe - haben ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk bekommen, an dem wir Sie teilhaben lassen möchten: Es ist uns endlich gelungen, DRAKO aus Ibiza zu uns zu holen. DRAKO ist ein achtjähriger Doggenrüde, mager, voller Liegeschwielen und an Leishmaniose erkrankt. Tierschützer auf Ibiza haben den DRAKO vor Wochen dort an einer zwei Meter kurzen Kette auf einer Wiese entdeckt. Der Eigentümer erklärte sich bereit, den Hund abzugeben, aber es gab keine Möglichkeit ihn im dortigen Tierheim aufzunehmen. Den Tierschützern gelang es, DRAKOS Kette auf zehn Meter zu verlängern, ihn regelmäßig zu füttern und medizinisch zu versorgen. In dieser Zeit stieg DRAKOS Körperwicht von 42 auf 48 kg.


Wir - die Menschen der Doggen-Nothilfe - haben sofort, als wir von DRAKOS Not hörten, zugesagt, ihn bei uns aufzunehmen, aber es sollte Wochen dauern, bis sich endlich eine Transportmöglichkeit ergab. Nun ist DRAKO seit zwei Tagen in Deutschland. Nach seiner Ankunft in Frankfurt/M hat ihn das Tierheim Hattersheim gastlich für eine Nacht aufgenommen. Dort ist das beigefügte Foto entstanden. Am folgenden Tag hat sich Herr M. aus Schleswig-Holstein auf den weiten Weg gemacht, um DRAKO in einer nächtlichen Fahrt von Frankfurt in einen kleinen Ort an der Nordseeküste zu seiner Pflegemama zu bringen. Dort genießt er die freien Bewegungsmöglichkeiten im Garten und vor allem die Wärme des Hauses und den weichen Hundeplatz. Auch hier wieder dieses Wunder: trotz seiner Vorgeschichte ist DRAKO ein extrem Menschenbezogener und kuscheliger Hund - wie fast alle aus Not befreiten Doggen bisher
- Eva Gorski -Doggen-Nothilfe - Dezember 2006


Aus dem Pflegeplatz wurde ein Endzuhause. 2010 schrieb sein Frauchen:
Hallo Frau Gorski, hier noch einmal ein paar Nachrichten von Drako. Es geht ihm, seinem Alter entsprechend recht gut ( er wird dieses Jahr schon **13** Jahre). Das Laufen bezieht sich auf einen 3x täglich kurzen Spaziergang im Wald, seine hinteren Beine laufen nicht mehr so, wie er es gerne hätte, darum ist er glücklich wenn er sich wieder auf sein Sofa legen kann. Sein Kumpel Bendix wird dieses Jahr 14.
Ich nenne uns drei immer – die Rentner-Band –


Hallo Frau Gorski, natürlich dürfen sie darüber berichten, ja, er war ein trauriges Bündel damals, auch als ich einen Blick durch das Autofenster warf, als er bei mir ankam, dachte ich nur, dass ist doch keine Dogge die da auf der Rückbank liegt. Zusammengekauert und harrte der Dinge die auf ihn zukamen. Die ersten beiden Nächte habe ich mich auf einer Matratze neben ihn gelegt und ich glaube, ihm hat es etwas von seiner Angst genommen, denn von da an wich er nicht von meiner Seite. Ich bin sehr froh, dass ich ihn habe Ansonsten ist alles ok, kleine Hunde mag Drako immer noch nicht, da sammelt er seine ganze Kraft und legt sich ins Geschirr, aber zu meinen drei Enkelkindern ist er sehr lieb und sie lieben ihn auch. Drako hat der Doggen-Nothilfe eine kleine Spende überwiesen. Wir wünschen Ihnen, Ihren Mithelfern viel Kraft und Zuversicht und allen lieben Doggen, die in der Vermittlung stehen, ein schönes zu Hause.
LG Drako, Bendix und Anne Opalka


Und dann einige Monate später die Nachricht von seinem Tod.
Hallo Frau Gorski, eine traurige Nachricht. Heute musste ich meinen Drako einschläfern lassen, nächsten Monat wäre er 13 Jahre alt geworden. Er sackte hinten immer weg, wir konnten nicht mehr spazieren gehen, sein Leben beschränkte sich auf unseren Garten. Wenn er dort auf der Decke lag und alle seine Lieben um sich hatte, war die Welt für ihn in Ordnung. Er wurde hinten immer weniger, sein Herz war auch nicht mehr so in Ordnung, er sollte auch nicht leiden. Es waren drei schöne Jahre mit ihm, die ich auch nicht missen möchte. Bendix, mein Jack Russell, ist noch ganz verstört, dass sein **großer Bruder** nicht mehr da ist. Er wird uns sehr fehlen und wir sind ganz traurig. Anbei ein Foto aus dem Garten Juli 2010.
Liebe Grüße Anne Opalka



by Lydia Muus E-Mail        

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