Vermittelt
OdinMontag 21.Februar.2011 19.22

Das ist die Geschichte des Doggen-Rüden ODIN:
Am 8.Oktober erhielt ich von einer Tierklinik die Nachricht, dass jetzt gerade ein Doggenrüde wegen einer Magendrehung operiert werde. Der Hund sei dort von „seinen Menschen“ abgegeben worden mit dem Hinweis, er solle eingeschläfert werden, man wolle ihn nicht zurückhaben. Nun bitte man uns – die Doggen-Nothilfe – um Unterstützung bei der Vermittlung der Dogge, falls diese den operativen Eingriff überlebe. Bei mir zogen blitzschnell unzählige Bilder in meiner Erinnerung vorbei, eigene Doggen in einer lebensbedrohlichen Situation in der Tierklinik, bange Stunden und Tage am Lager des geliebten Hundes und immer die Angst, ihn zu verlieren. . . Und nun diese Dogge, diese schwerkranke Dogge, die von ihren Menschen so im Stich gelassen, einfach nur abgegeben wird. Ich hörte mich noch fast routinemäßig sagen, dass wir derzeit keine Dogge in unsere Pflegestelle aufnehmen können, diesen Rüden aber auf die Home Page der Doggen-Nothilfe setzen würden. Gleichzeitig wusste ich ganz genau, dass sich wohl kein Mensch auf dieses Inserat hin melden würde, denn wir haben seit Monaten unter der Rubrik „Zuhause gesucht“ Doggen veröffentlicht, die kein Handicap haben und dennoch gab es kaum Resonanz. Sofort im Anschluss an dieses Gespräch rief ich bei Rosi Kehler (Pflegestelle der Doggen-Nothilfe) an und erzählte ihr davon. Ohne viel zu überlegen sagte Rosi zu, diesen Hund aufzunehmen, sobald er transportfähig sei. Rosi hat innerhalb von wenigen Stunden den Transport geregelt, bei der Klinik Bescheid gesagt, dass die Doggen-Nothilfe den Rüden aufnimmt. Nun ist ODIN, der ca zweijährige, blaue, kastrierte Rüde, bei Rosi. Es ist ein freundlicher, lebensfroher, verträglicher und menschenbezogener Hund. Erst recht verspätet haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wer die entstandenen OP-Kosten zahlen sollte. Aber da hatten wir schon unsere Zusage seiner Aufnahme gegeben. In weiteren Gesprächen mit der Tierklinik wurde in Aussicht gestellt, uns nur die Medikamente in Rechnung stellen zu wollen. Jetzt liegt die Rechnung vor und es sind immerhin mehr als 750,- Euro, die zu zahlen sind. Angesichts der Tatsache, dass eine Magendrehungs-Operation durchschnittlich etwa 1500 Euro kostet, ist dies ein anerkennenswertes Entgegenkommen dieser Tierklinik Dresden/ Dr. Pfeil. Hervorzuheben ist dabei auch, dass die Tierärzte sich überhaupt zu einer Operation, also sich eindeutig für das Leben dieses Hundes, entschieden haben. Auch wir haben das Leben dieses Hundes an die erste Stelle gestellt, haben aber jetzt doch erhebliche Mühe mit den hohen Kosten. Wir suchen daher ganz dringend Menschen, die sich mit einer finanziellen Unterstützung an diesen Tierarztkosten beteiligen. Gleichzeitig wünschen wir uns für ODIN ein wunderschönes Zuhause.
Eva Gorski Doggen-Nothilfe-Team


Nach der Entlassung aus der Tierklinik Dresden wurde ODIN von unserer Pflegestelle Rosi Kehler aufgenommen und wieder „aufgepeppelt“. ODIN brauchte nicht lange auf ein neues Zuhause warten, denn schon nach wenigen Wochen meldeten sich die richtigen Menschen für ihn, Frau B. und Herr W. mit der Doggen-Hündin QUIRA.

Hier Auszüge von Berichten von seinem neuen Zuhause:
November 2010 … Odin ist ein ganz lieber, wir "drei" haben ihn schon in unsere Herzen geschlossen. Quira und er verstehen sich sehr gut und zusammen mit Herrchen auf der Couch kuscheln, hat er auch schon für sich entdeckt. Wir sind sehr zufrieden und glücklich mit der Entwicklung. Odin lernt schnell, geht gut an der Leine und hört schon auf uns, wir sind auch fleißig am üben. Viele Grüße Frau B. und Herr W.


Januar 2011 Hallo Frau Gorski, wir wollten uns mal wieder bei ihnen melden und ein paar aktuelle Fotos schicken. Odin geht es gut und er hat sich sehr gut bei uns eingelebt. Er versteht sich super mit Quira und die Beiden spielen oft und gerne miteinander. Wir sind richtig glücklich, dass wir ihn zu uns geholt haben, er ist unser großer Schatz. In 4 Wochen fahren wir nach Dänemark in Urlaub und wir sind uns sicher, dass es unseren Beiden es dort gut gefallen wird, sie lieben den Strand. Liebe Grüße Frau B. und Herr W., Odin und Quira

Hallo Frau Gorski, die Rubrik (Zuhause gefunden) habe ich mir gestern durchgelesen. Es tut mal gut ein Happy End zu lesen, die anderen Geschichten sind ja meist sehr traurig. Wir können es immer noch nicht verstehen wie Odins Vorbesitzer ihn einfach einschläfern wollten. Er ist so ein lieber Kerl, der gerne kuschelt und sich mit allen Hunden gut versteht. Wir sind sehr froh dass er bei uns lebt. Viele Grüße Frau. B.




by Lydia Muus E-Mail        

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