Unsere-Taetigkeit
Tätigkeitsbericht 2010 / 2011Donnerstag 12.Mai.2011 20.16



 



 



Notoperation rettet Hundekind DON




 


Seit über einem Jahr können wir nur noch sehr zögerlich in immer länger werdenden Abständen unsere Doggen in ein neues Zuhause vermitteln. Von den wenigen Interessenten, die sich bei uns melden, bleibt eine immer kleinere Zahl von Menschen übrig, denen wir (nach Internetkontakten, Telefongesprächen und Vorkontrolle) eine unserer Doggen anvertrauen können. Auch die Versuche durch Inserate in Lokalzeitungen potentielle Interessenten für unsere Doggen zu gewinnen, sind weitgehend erfolglos geblieben. Es meldeten sich zunächst immer Menschen, die sich für eine unserer Doggen zu interessieren schienen, jedoch nach einigen Tagen brach der Kontakt ab oder es stellte sich schon während intensiverer Telefongespräche heraus, dass wesentliche Bedingungen für die Aufnahme einer Dogge nicht gegeben waren.



 



 


Die Haupthinderungsgründe sind:



 


  kein Haus, sondern eine Wohnung


  Kein Garten oder wenn vorhanden, nicht eingezäunt


  weitere 2 – 3 eigene Hunde


  kleine Kinder



 


Das ist kein grundsätzliches Argument gegen die Aufnahme einer Dogge. Aber es muss genügend Zeit und Einsicht vorhanden sein, um dem neuen Familienmitglied die notwendige Zuwendung zu geben. Auch muss die Problematik erkannt werden, die darin liegen könnte gleichzeitig mit einem zweijährigen Kind und einer (noch nicht leinenführigen und noch nicht sozialverträglichen) Dogge spazieren gehen zu wollen.



 



 


  finanzielle Gegebenheiten, die vermuten lassen, dass kostenintensive Tierarztbesuche und hochwertiges Futter nicht möglich sind



 


  Besuch einer Hundeschule wird nicht in Erwägung gezogen, da „das ja was kostet“



 


  Auf Nachfrage von mir wird kategorisch erklärt, dass die Dogge nicht mit ins Schlafzimmer, nicht auf das Sofa und vielleicht nicht einmal mit ins Wohnzimmer kommen darf



 


  immer noch die Menschen, die sofort nach dem „Preis“, nach Farbe und Garantien für Gesundheit fragen. Als wir die Hundekinder auf unserer HP hatten, mailte eine Frau, sie sei schon länger auf der Suche „nach kostengünstigen Doggenwelpen“. Ich habe ihr entsprechend geantwortet und dann nie mehr etwas von ihr gehört.



 



 


Aber auch die Doggen, die wir unter unseren Schutz gestellt haben, lassen sich immer häufiger als „schwierige“ Hunde charakterisieren. Wobei diese „Schwierigkeit“ nie ein feststehendes Wesensmerkmal ist, sondern – wie bei allen hochorganisierten und sozialen Lebewesen – stets ein Ergebnis lebensgeschichtlicher Erfahrungen und aktueller Lebensbedingungen darstellt, also veränderlich ist. Von diesen Veränderungsmöglichkeiten kann Rosi eindrucksvoll berichten. Bei allen Doggen, die wir aufgenommen haben, war ihr bisheriges Leben und die aktuellen Umstände unter denen sie leben mussten, durch erhebliche Mängel an Zuwendung, Lernmöglichkeiten, sozialen Kontakten und meist auch körperlicher Pflege und Sorgfalt gekennzeichnet. Das aber bedeutet, dass wir nicht nur viele gänzlich unerzogene und sozialunverträgliche Doggen bei uns haben, sondern auch viele, die sofort oder in absehbarer Zeit intensiver tierärztlicher Versorgung bedürfen.


Dass Impfpässe entweder gar nicht vorhanden sind oder die Impfungen jahrelang ausgesetzt wurden, das gab es schon immer. Jetzt aber sind es häufig dringend notwendige Augen-Operationen, vereiterte Ohren. Bei den Berichten über einzelne Hunde noch mehr Details dazu. Die sogenannte Schutzgebühr hat noch nie die entstandenen Kosten abgedeckt. Inzwischen aber sind die Kosten, die wir erst einmal aufwenden müssen, bis ein Hund vermittlungsfähig ist, ein Vielfaches der Schutzgebühr. Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass unsere Hunde viele Monate in der Pflegestelle sind und natürlich ernährt werden müssen.


Die Bereitschaft vieler Menschen, die eine „Not-Dogge“ bei sich aufnehmen wollen, ist oft zunächst gespeist aus einem Gefühl von Mitleid und dem Impuls helfen zu wollen. Aber, wenn dann das neue Familienmitglied so gar nicht den Erwartungen entspricht, erfolgt schnell eine „Rückgabe“, statt dem so verunsicherten Hund wenigstens einige Tage Zeit zu geben, sich in seinem neuen Umfeld zurechtzufinden.



 



 


Ich will nun von Doggen berichten, deren Lebensgeschichte und deren Wesen, aber auch die erheblichen Schwierigkeiten beim Finden geeigneter Menschen für sie, uns allen besonders in Erinnerung geblieben sind.



 


Der Berichtszeitraum reicht von Juli 2010 bis Ende April 2011.



 



 


ADELEIDE genannt ADELY



 


Von dieser Hündin ist schon vor einem Jahr in diesem Kreis berichtet worden. Sie ist ein „Fundhund“ und wurde zunächst im Tierheim in Berlin aufgenommen. Unter diesen Lebensbedingungen dort begann sie sich erheblich selbst zu verletzen. In der Pflegestelle bei Rosi sind die Folgen der Selbstbeschädigung langsam abgeheilt.


ADELY ist inzwischen eine kuschelige und sehr menschenbezogene Hündin geworden, die immer in der Nähe ihrer Menschen sein will.


Sie verfügt über einen guten Grundgehorsam und zeigt keinerlei Jagdtrieb. Aber sie möchte ihr eigenes Revier nicht mit einer anderen Hündin teilen, außerhalb ihres Zuhauses gibt es keine Probleme in der Begegnung mit anderen Hunden/Hündinnen.


Alle unsere bisherigen Bemühungen für diese jetzt fünfjährige ADELY ein geeignetes Zuhause zu finden, sind fehlgeschlagen. Außer der ständigen Präsentation auf unserer HP, wird sie beim Doggenschutz angeboten. Wir hatten mehrfach Anzeigen in verschiedenen Regionalzeitungen und haben sie auch auf einer weiteren seriösen Internetplattform präsentiert. Alles ohne Erfolg.



 



 


RAMON



 


Der dreijährige gefleckte Rüde RAMON lebt nicht mehr. Ich will kurz von ihm und seiner Lebensgeschichte voller Tragik berichten. Einzelheiten dazu wird Rosi beitragen.


Wir hörten von einem Doggenrüden RAMBO, der irgendwo in Süddeutschland von den Ordnungs- und Veterinärbehörden beschlagnahmt und in ein Tierheim verbracht worden war. Es drohte seine Tötung. Was war geschehen? Der Rüde hatte in der Vergangenheit bereits einen Hund totgebissen und auch Menschen durch Bisse verletzt. Als letzter Auslöser für die Beschlagnahme des Hundes galt die Tatsache, dass er einen Polizisten (auf dem Wege zu dem Halter von RAMBO) angriff als dieser die Gartenpforte öffnete und das Grundstück betrat. Der anwesende Hundehalter hat diesen Angriff wohl nicht verhindern können. Ein wochenlanger Aufenthalt im Tierheim führte dazu, dass die Dogge kaum noch Futter zu sich nahm und stark abmagerte. Dann kam der Hilferuf an uns. ROSI hat wochenlang mit den zuständigen Behörden verhandelt, bis es ihr endlich gelang, die Erlaubnis zu bekommen diese Dogge erst einmal bei sich aufzunehmen. Die Chance auf eine baldige Vermittlung war gering, das wussten wir. Anfangs hat RAMON (so hieß er bei ROSI) keinen Menschen an sich herangelassen. ROSI hast es mit ihrer Geduld und ihrem „Hundeverstand“  llmählich geschafft, in seiner Nähe sein zu dürfen und ihn später auch anfassen können. Sie ist mit ihm in die Klinik nach Greifswald gefahren, um eine dringend notwendige Augen-Operation durchführen zu lassen. RAMON hat den Eingriff und die Narkose gut überstanden. Dann fünf Tag später ist er wenige Schritte von Rosi entfernt tot zusammengebrochen.



 



 


PRINZ (ehemals KOMET)



 


kam erstmals 2008 zu uns aus einem Tierheim, in das er von „seinen Menschen“ gebracht worden war. Damals war er gerade ein Jahr alt. In diesem TH ist die dringend notwendig gewesene Augen-OP durchgeführt worden und es wurde darauf hingewiesen, dass wohl noch eine Nachoperation notwendig sein würde.


In unserer Pflegestelle erlebte Rosi ihn als einen freundlichen, aber sozial unsicheren Jungrüden, der bisher weder einen festen Menschenkontakt noch Erziehung erfahren hatte. Wir vermittelten ihn zweimal in kurzen Zeitabständen. Einmal an eine Familie, die ihn unbedingt haben wollten. Nach wenigen Wochen wurde PRINZ wieder an uns zurückgegeben mit der Begründung, nicht genügend Zeit für den agilen Jungrüden zu haben.


Dann gab es wieder eine Interessentin für ihn, dort blieb er nur 24 Std. danach kam der Anruf, der Hund würde nicht an der Leine gehen und immer zu anderen Hunden hinwollen, wir sollten ihn wieder abholen.



 


Diese Schilderungen überraschten uns natürlich nicht (in ausführlichen Vorgesprächen mit den entsprechenden Interessenten sind alle diese zu erwartenden Schwierigkeiten aufgezeigt worden) wohl aber machte uns wieder einmal betroffen und auch wütend, wie Menschen damit umgehen, wenn ein Hund mit derart verstörenden lebensgeschichtlichen Erfahrungen wie unser Komet nicht sofort reibungslos „funktioniert“. PRINZ musste für fast drei Wochen in eine Hundepension gegeben werden, da wir keinen anderen Platz für ihn hatten. Dort wurde er von Fachleuten (Trainer, Pfleger) als ein ganz „normaler Junghund ohne ausreichende Erziehung“ erlebt.


Dann fanden wir eine Pflegestelle für ihn mit einigen Mängeln, aber doch überwiegend akzeptabel. Jedenfalls besser als das Leben in einer Hundepension.


Aus der Pflegestelle wurde schnell ein Endzuhause.  PRINZ  durfte dort bleiben, wir verlangten keine Schutzgebühr für ihn, aber die Zusicherung, ihn kastrieren zu lassen und die vom TH Berlin zugesagte erneute Augen-OP in Anspruch zu nehmen. Für unseren PRINZ gab es nun engen Menschenkontakt, viel Raum zum Spielen und es gab zwei Hündinnen.


Wir bekamen anfangs Berichte von dort, die von Erziehungserfolgen und vielen Lernmöglichkeiten für den Junghund sprachen. Auch wortreiche Zusicherungen, sich nie wieder von diesem Hund trennen zu wollen.


Doch dann kam alles anders. Über Lydia erreichte uns 2010 die Nachricht, dass der „Herr des Hauses“ das Anwesen verlassen habe und die Frau nun PRINZ abgeben wolle. Außerdem war unser Doggenrüde (natürlich weder kastriert, noch die Augen behandelt) Vater von vier Dogge-Boxer-Welpen geworden, die nun auch noch dringend vermittelt werden mussten. Geeignetes Futter für alle Hunde war aus finanziellen Gründen nicht ausreichenden verfügbar. 


Lydia (Doggenschutz) hat Futter dorthin gebracht, hat die teuren Tierarztrechnungen (Kastration und Augen-OP) bezahlt und die Vermittlung der Welpen organisiert.


Für PRINZ haben wir bei Frau P. ein Zuhause gefunden, die bereits eine Doggenhündin (MIRA) von uns hat und gern eine zweite Dogge haben wollte.


Im August 2010 zog PRINZ dort ein.


Doch dann verlor der arme Prinz erneut sein Zuhause.


Jetzt im Frühjahr 2011 rief mich Frau P. an und sagte, sie müsse den PRINZ wieder abgeben, da er ständig weglaufen würde, angeblich würde er Zäune von 2m Höhe überwinden, und dann auf einer vielbefahrenen Straße umherlaufen. Ich fuhr hin, um die Örtlichkeiten erneut anzusehen, wusste aber sofort, dass das „Weglaufen“ einer Dogge nahezu immer ein Bindungsproblem signalisiert.


Es stellte sich bei meinem Besuch schnell heraus, dass der Rüde einen Weg durch einen (hinten offenen) Holzschuppen entdeckt hatte, den er nun täglich für seine „Ausflüge“ benutzte. Wenige Tage später holte ich (wieder einma unsere Dogge dort ab und brachte sie in Richtung Osten, damit Rosi erneut als Zwischenstation fungieren konnte. Rosi musste sogleich für die Nachimpfung sorgen und die entzündeten Augen von PRINZ tierärztlich behandeln lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits Telefon- und email-Kontakt zu einem Interessenten aus Wien, der den Prinz gerne haben wollte mit all den geschilderten Schwierigkeiten. Inzwischen ist Prinz bereits in Wien, er lebt eng mit seinem Menschen zusammen und natürlich gibt es keinerlei Tendenz zum Weglaufen. Auch in den ca. 14 Tagen bei Rosi ist er niemals über irgendeinen der Zäune gesprungen um wegzulaufen.


Wir wünschen so sehr, dass PRINZ nun endlich zum ersten Mal in seinem Leben ein wirklich sicheres und verlässliches Zuhause findet.



 



 


LAURA



 


Auch LAURA ist schon seit Monaten in der Pflegestelle bei Rosi.


Eine anfangs ängstliche und sozial unsichere Hündin von ca. zwei Jahren, die sich inzwischen zu einem so liebenswerten und leichtführigen Hund entwickelt hat. Wir finden keine passenden Menschen für sie.



 



 


EMMA



 


Diese junge Hündin wurde im Alter von 16 Monaten abgegeben wegen Erkrankung der Menschen. Bevor sie von unserer Pflegestelle aufgenommen werden konnte, musste sie immer wieder einige Zeit in einer Pension verbringen. Jeder von uns, der eng mit seinen Doggen zusammenlebt, weiß, welchem Stress ein so abgeschobener Hund ausgesetzt ist: die Trennung von den Hauptbezugspersonen, die fremde Umgebung und in der Regel viele andere Hunde, die im Vergleich zur Dogge bellfreudig und immer in Bewegung sind.


EMMA war anfangs recht mager, hat wohl nur noch das allernotwendigste an Nahrung aufgenommen. Bei Rosi Kehler hat sie sich gut erholt; aus ihrer Vorgeschichte ist es verständlich, dass sie noch manchmal etwas futterneidisch und sehr bestrebt ist, den Kontakt zu ihren Menschen nicht zu verlieren, das kann zu einem eifersüchtigen Verhalten führen. Diese Junghündin ist alterstypisch spielfreudig, mit anderen Hunden manchmal noch etwas grob und unerfahren. Doch hat EMMA einen guten Grundgehorsam und ist deshalb gut zu leiten. Sie hat es gelernt in einem Rudel (überwiegend Doggen) zu leben, akzeptiert auch kleine Hunde und Katzen.


Die Vermittlung Anfang des Jahres an eine Familie, die kurz zuvor einen kastrierten Doggenrüden aus einem TH aufgenommen hatte, scheiterte nach einigen Wochen, da EMMA den Rüden (wohl in einer Eifersuchts- oder Futter-Situation) gebissen hatte. Glücklicherweise konnten wir schnell ein neues Zuhause für unsere EMMA finden, diesmal so, dass die Hündin weder in Rivalität zu anderen Menschen noch anderen Hunden geraten kann. EMMA hat nun einen Menschen ganz für sich allein.



 



 


Auch JESSIKA wartet seit Monaten auf ein Zuhause


JESSI  braucht dringend Hilfe



 


Wir haben von dieser ca. sechsjährigen Hündin in Not schon im letzten Jahr gehört, doch gab es keine Bereitschaft der bisherigen Besitzer, sie abzugeben.


Dann wurde JESSI von einer ehemaligen Doggenzüchterin aufgenommen.


Die ersten Berichte über diese Hündin, die wir von dort erhielten, schilderten eine Dogge, die bisher kaum Menschenkontakt hatte und überwiegend in Schuppen und zwingerähnlichen Behausungen leben musste. Im Vordergrund stand eine vermeintliche Unverträglichkeit mit allen Hunden und das Bemühen allen Berührungen durch Menschen auszuweichen. Doch kurze Zeit danach konnte ich auf unserer HP schreiben:



 


„JESSIKA darf inzwischen im Haus leben.



 


Wie so häufig hat der erste Eindruck uns getäuscht. JESSIKA ist weder ein „Angstbeißer“ noch ein „Ausreißer“. In den ersten Tagen in der für sie fremden Umgebung war die Hündin so verwirrt und verunsichert, dass sie aus dieser Grundstimmung heraus alle Menschen als bedrohlich ansah und sich aggressiv zeigte. Jetzt darf sie mit ins Haus und schätzt den Sofaplatz. Sie ist eine freundliche und menschenbezogene Doggenhündin, die nur ein sicheres und liebevolles Zuhause sucht. Mit Rüden ist sie absolut verträglich, ihre Bereitschaft, Hündinnen zu akzeptieren wird noch genauer ausgetestet.“


JESSI sucht immer noch die Menschen, die mit ihr leben wollen.


Es gab schon einige Interessenten, aber wir wollten nicht das Wagnis eingehen, sie zu Menschen zu geben, die bereits einen kleinen Hund oder Katzen haben.



 



 


ODIN



 


Hier etwas ausführlicher die Geschichte des Doggenrüden ODIN, die uns alle so bewegt hat und die sicher auch viel Diskussionsstoff liefert.



 


Im Oktober 2010 erhielt ich von einer Tierklinik die Nachricht, dass jetzt gerade ein Doggenrüde wegen einer Magendrehung operiert werde. Der Hund sei dort von „seinen Menschen“ abgegeben worden mit dem Hinweis, er solle eingeschläfert werden, man wolle ihn nicht zurückhaben. Nun bitte man uns – die Doggen-Nothilfe – um Unterstützung bei der Vermittlung der Dogge, falls diese den operativen Eingriff überlebe.


Bei mir zogen blitzschnell unzählige Bilder in meiner Erinnerung vorbei, eigene Doggen in einer lebensbedrohlichen Situation in der Tierklinik, bange Stunden und Tage am Lager des geliebten Hundes und immer die Angst, ihn zu verlieren. . .


Und nun diese Dogge, diese schwerkranke Dogge, die von ihren Menschen so im Stich gelassen, einfach nur abgegeben wird. Ich hörte mich noch fast routinemäßig sagen, dass wir derzeit keine Dogge in unsere Pflegestelle aufnehmen können, diesen Rüden aber auf die Home Page der Doggen-Nothilfe setzen würden.


Gleichzeitig wusste ich ganz genau, dass sich wohl kein Mensch auf dieses Inserat hin melden würde, denn wir haben seit Monaten unter der Rubrik „Zuhause gesucht“ Doggen veröffentlicht, die kein Handicap haben und dennoch gab es kaum Resonanz.


Sofort im Anschluss an dieses Gespräch rief ich bei Rosi Kehler (Pflegestelle der Doggen-Nothilfe) an und erzählte ihr davon. Ohne viel zu überlegen sagte Rosi zu, diesen Hund aufzunehmen, sobald er transportfähig sei. Rosi hat innerhalb von wenigen Stunden den Transport geregelt, bei der Klinik Bescheid gesagt, dass die Doggen-Nothilfe den Rüden aufnimmt. Nun ist ODIN, der ca. zweijährige, blaue, kastrierte Rüde, bei Rosi. Es ist ein freundlicher, lebensfroher, verträglicher und menschenbezogener Hund.


Erst recht verspätet haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wer die entstandenen OP-Kosten zahlen sollte. Aber da hatten wir schon unsere Zusage seiner Aufnahme gegeben. In weiteren Gesprächen mit der Tierklinik wurde in Aussicht gestellt, uns nur die Medikamente in Rechnung stellen zu wollen. Jetzt liegt die Rechnung vor und es sind immerhin mehr als 750,- Euro, die zu zahlen sind. Angesichts der Tatsache, dass eine Magendrehungs-Operation durchschnittlich etwa 1500 Euro kostet, ist dies ein anerkennenswertes Entgegenkommen dieser Tierklinik Dresden/ Dr. Pfeil. Hervorzuheben ist dabei auch, dass die Tierärzte sich überhaupt zu einer Operation, also sich eindeutig für das Leben dieses Hundes, entschieden haben.


Kurze Zeit nachdem wir einen Bericht von ODIN auf unserer HP hatten, meldeten sich Interessenten, die bereits eine Doggenhündin (auch aus dem Tierschutz) haben. ODIN hat dort ein Zuhause gefunden bei Menschen, die ihn mögen und ihn an ihrem Leben teilnehmen lassen.



 



 



 



 


ANNA



 


Diese junge Hündin (18 Monate) ist von einer Frau „abgegeben“ worden, die sie 14 Tage zuvor über das Internet gekauft hatte. Aus der Vorgeschichte ist nichts bekannt, aber es ist zu vermuten, dass ANNA schon Welpen gehabt hat und viel herum gereicht wurde. In den ersten Tagen habe es keine Schwierigkeiten mit der vorhandenen einjährigen Labradorhündin gegeben und auch mit drei Kindern (ab 14 Jahre aufwärts) kam ANNA gut zurecht. Wegen der fehlenden Erziehung dieser Dogge habe Frau B. dann Kontakt zu einer Hundeschule aufgenommen und sei dann mit ihr dorthin gefahren. Dort habe ANNA zwei Hunde (Berner Sennen) gebissen. Über die Einzelheiten dieses Vorfalles konnte ich nichts erfahren. Nach diesem Ereignis war Frau B. so schockiert, dass sie die Hündin nicht mehr behalten wollte. Als sie mich wenige Stunden später anrief und um Hilfe bat, saß ANNA im Auto und sollte dort auch bleiben, da es als Gefahr angesehen wurde, diese Dogge wieder ins Haus zu nehmen. Allen meinen Entgegnungen gegenüber blieb Frau B. unbeeinflussbar. Aus ihrer Sicht war ANNA jetzt ein gefährlicher Hund.


Es ist mir dann innerhalb von einer Stunde gelungen, einen „Notplatz“ für ANNA zu finden. Eine sehr gute Hundeausbilderin – mit der wir eng zusammenarbeiten – und deren Fachkompetenz ich hoch einschätze, hat sie notfallmäßig in einem Zwinger mit Schlafplatz, der beheizbar ist, untergebracht. ( in Hude b. Bremen). Da dort eine ältere Labradorhündin in der Familie lebt, gab es keine Chance, ANNA mit ins Haus zu nehmen. Der erste Eindruck dort: die Hündin wirkt verstört und ziemlich verwirrt.


Kurze Zeit später fanden wir eine Tierpension, in der ANNA für weitere Monate leben konnte. Glücklicherweise ist die Inhaberin der Pension eine erfahrene Hundetrainerin und ANNA konnte vielfältige Kontakte zu anderen Hunden erproben. Es wurde immer deutlicher, dass ein Zuhause gefunden werden musste, wo es keinen weiteren Hund gab. ANNA’s Bedürfnis nach Zuwendung verbunden mit ihren fehlenden Erfahrungen mit anderen Hunden, ließ es nicht sinnvoll erscheinen, sie ihren Menschen und ihr Revier mit einem anderen Hund teilen zu lassen.


Monate später fanden wir ein passendes Zuhause für ANNA bei Menschen, die mit ihr zusammen leben und ihr Lern- und Erziehungsmöglichkeiten bieten.



 



 


Baghira



 


Im Sommer 2010 erhielt ich einen Anruf mit der Aussage, dass ein junger Doggenrüde BAGHIRA sofort abgegeben werden müsse. Unsere Pflegestellen waren all belegt. Etwa zur gleich Zeit hatte sich eine Frau T. bei mir gemeldet und sich angeboten einen Pflegehund aufnehmen zu wollen. Sie schilderte sich als erfahrene Hundetrainerin. An diese Frau wand ich mich wegen BAGHIRA, sagte ihr aber ausdrücklich, dass wir fast nichts über diesen Hund wissen. Sie verwies auf ihre Hundeerfahrung und Erziehungsgeschick. Dann wurde BAGHIRA dorthin gebracht und die telefonischen Rückmeldungen in den ersten Tagen waren durchaus positiv. Wie sich dann diese Angelegenheit weiter entwickelte, davon will ich berichten.


Frau T. schickte eine email und einen Tag später rief sie bei mir an und verlangte, dass BAGHIRA unverzüglich von ihr abgeholt werden sollte, da er durch das Zerknabbern und Zerbeissen von Einrichtungsgegenständen bereits großen Schaden in ihrer Wohnung angerichtet habe. Dafür verlangte sie von uns mehrere hundert EURO und noch Futtergeld für 3 Säcke Hundefutter a 15kg. Insgesamt hat der Aufenthalt der Dogge dort 16 Tage betragen. In einem sehr energischen Antwortschreiben von mir an sie forderte ich sie auf, ihre Forderungen an uns zu überdenken und zu präzisieren.


Wir haben dann eine Rechnung über einen Sack Hundefutter und Wurmmittel bekommen und bezahlt. Danach war die Angelegenheit erledigt.


Schon während dieser schriftlichen Auseinandersetzung haben wir einen hundeerfahrenen Menschen, der schon einen Doggenrüden von uns hatte, der gestorben war, gefunden, der BAGHIRA haben wollte. Keine der von Frau T. geschilderten Schwierigkeiten hat es dort in seinem neuen Zuhause gegeben.



 



 


HOPE



 


Kurz vor Weihnachten nahm Frau T. zu mir Kontakt auf und suchte „ganz schnell“ ein neues Zuhause für ihre vierjährige Doggenhündin. HOPE wird als „schwieriger“ Hund geschildert, sie stürze sich auf jeden anderen Hund, alle Bemühungen mit Hilfe eines Trainers und/oder Besuch einer Hundeschule seien bisher erfolglos geblieben. Zuhause sei die Hündin ruhig, sensibel und gehorsam, sie lebe friedlich mit einer alten Hündin und zwei Katzen zusammen. HOPE habe kein starkes Bewegungsbedürfnis, was auch mit ihrem angeborenen Herzfehler zusammenhängen könne.


Schon am 3.01.2011 müsse HOPE wegen Umzugs der Frau T. ihr Zuhause verlassen.


Wir (viele Tierschutzorganisationen) suchten bundesweit nach einer Hilfe für HOPE. Vergeblich. Es gab dann ganz dramatische Schilderungen von HOPEs Lebensbedingungen. So musste sie tagelang (im Winter) im Auto verbringen, da Frau T. inzwischen ihren Wohnort gewechselt und ein Zimmer gemietet hatte, wo es ein Hundeverbot gab. Wir hatten wochenlang Telefonkontakt zu einem Tierheim in Süddeutschland, das bereit gewesen wäre, die Doggenhündin aufzunehmen. Monate später kam dann die erlösende Nachricht, dass HOPE endlich ein neues Zuhause gefunden hat.



 



 


MAJA RICARDA VIKTORIA und DON



 


Ein „Züchter“ fragte telefonisch an, ob wir seine vier Welpen (4 Monate) aufnehmen würden. Er könne sie nicht verkaufen, da derzeit die Farbe „blau“ gewünscht werde, seine Welpen aber schwarz und gelb seien. Natürlich erkundigte ich mich sofort nach den Elterntieren. Rüde und Hündin seien zusammen mit den Hundekindern im Zwinger.


Peter holte wenige Tage später die Kleinen aus dem engen und verdreckten Zwinger, die Versuche einen oder beide der Elterntiere zu bekommen schlugen fehl.


Die bisherige Lebenszeit der Welpen war gekennzeichnet durch Bewegungsmangel und fehlende Möglichkeiten die Umwelt zu erkunden. Entsprechend waren sie anfangs recht ängstlich allem Neuen gegenüber. Inzwischen sind sie doggentypisch menschenbezogen und alterstypisch neugierig und agil. MAJA hat inzwischen ein Zuhause gefunden.


RICARDA war vermittelt und wurde nach 3 Wochen zurückgegeben mit der Begründung, die Hündin sei unfähig, eine Beziehung zu Menschen aufzubauen.


DON musste im April 2011 in einer Notoperation von einem im Darm steckenden Spielzeug befreit werden. Die hohen Tierarztkosten von 1600 EUR werden unser Konto fast auf „Null“ bringen. Aber DON lebt.



 



 


GUSTAV



 


Dieser junge Rüde (18 Monate) konnte von uns aus einer Zwingerhaltung gekauft werden.


Gustav hat wohl sein ganzes bisheriges Leben ohne Anregung und Lernmöglichkeiten und ohne beständigen Kontakt zu Menschen verbracht. Ob er die Möglichkeit hatte, mit anderen Hunden zu spielen, wissen wir nicht.


Wir hatten GUSTAV für einige Wochen in einer Pflegestelle, wo er aber nicht länger bleiben konnte. Es gab Probleme in der Begegnung mit anderen Hunden, was noch verschärft wurde durch die geringe Leinenführigkeit. Also wurde der junge Rüde zu Rosi gebracht.


Sie berichtet:



 


GUSTAV sucht die Nähe zu Menschen, will gestreichelt werden und will gefallen. Die Abneigung gegenüber Männern ist nahezu abgebaut, der Kontakt zu Frauen und Kindern wird bevorzugt.


Hündinnen gegenüber ist der Jungrüde noch unsicher, in der Begegnung mit anderen Rüden gibt es derzeit noch Schwierigkeiten, doch lässt sich GUSTAV – an der Leine - an anderen Hunden vorbeiführen, da ein gewisser Grundgehorsam vorhanden ist. An dieser Problematik wie auch an der Leinenführigkeit wird intensiv gearbeitet.



 



 


LIFE jetzt LEIKA



 


„Zu diesem Hundekind von zehn Wochen gibt es folgende uns bekannte Vorgeschichte:


Eine Tierschützerin hat bei einem (Schwarz-)“Züchter“ drei Doggenwelpen aus elenden Haltungsbedingungen gekauft, die über das Internet angeboten wurden. Eine der drei Hündinnen war erkennbar erheblich verletzt und wir – die Doggen-Nothilfe - wurden um Hilfe gebeten. „Wir haben die verletzte Hündin übernommen und eine Pflegestelle für sie gefunden. Dort wird die Kleine liebevoll und fachkundig betreut und erzogen. Inzwischen ist LIFE in der Tierklinik der Uni Berlin vorgestellt worden und wird weiterhin von dort aus tierärztlich behandelt. Bis jetzt liegt folgende Diagnose vor: ein bereits verheilter Trümmerbruch der Hinterpfote (zwischen Knie- und Sprunggelenk), wobei derzeit noch nicht entschieden werden kann, ob eine operative Korrektur notwendig ist, jetzt soll erst einmal eine physiotherapeutische Behandlung erfolgen. Zusätzlich hat die Welpin Beschädigungen am anderen Hinterlauf, an der Wirbelsäule und an einem Ellenbogen. Der uns beratende Professor der Tierklinik rät zum Abwarten. Die junge Hündin erhält regelmäßig Schmerzmittel, damit die für ihre Entwicklung so notwendige leichte Bewegung möglich ist.


Wir wissen nicht, wie diese vielfältigen Verletzungen zustande gekommen sind.


LIFE ist derzeit noch nicht vermittlungsfähig, doch vielleicht gibt es Menschen, die sich jetzt schon von diesem Doggenkind und seinem Schicksal angesprochen fühlen.“


Dann bekam die junge Hündin noch eine schwere Demodikose, die erst nach intensiver konsequenter Behandlung besiegt werden konnte.


Es meldeten sich mehrere Menschen, die LIFE haben wollten und wir gaben sie an zwei Frauen, die ihr ein liebevolles und sicheres Zuhause bieten. LIFE heißt jetzt LEICA und ist eine gesunde und lebensfrohe Junghündin geworden.



 



 


ERIK



 


Wir haben dieses Hundekind (6 Monate jung) von seiner „Züchterin“ übernommen, da sie wegen seiner Augenschädigung fürchtete, ihn nicht vermitteln zu können. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits eine Blindheit auf einem Auge als ziemlich sicher angenommen. Auf dem Foto aus dieser Zeit ist das Ausmaß der Schädigung zu erkennen; so kam er zu uns.


Trotz sofortiger Inanspruchnahme von Fachtierärzten in zwei Tierkliniken gab es keine Möglichkeit mehr, das Auge zu retten. Der Augeninnendruck war extrem erhöht und ERIK hatte Dauerschmerzen. Inzwischen ist das Auge in einer komplikationslosen Operation entfernt worden. Eine pathologische Untersuchung des Auges hat ergeben, dass hier kein Tumor oder ein anderer krankhafter Vorgang vorlag, vielmehr ist davon auszugehen, dass eine frühe Augenverletzung nicht rechtzeitig oder nicht fachkundig tierärztlich versorgt wurde, was dann zu dem totalen Sehverlust führte.


ERIK lebt in unserer Pflegestelle mit viel Kontakt zu Doggen unterschiedlichen Alters, er ist ein lebensfroher und verspielter Junghund.


Für ihn suchen wir immer noch die Menschen, die im Vordergrund nicht sein Handicap, sondern das Doggenkind sehen, das ein Zuhause sucht.



 


Anhand der dargestellten „Vermittlungen“ einiger unserer Doggen lässt sich nachvollziehen wie hoch der notwendige Aufwand an Zeit, Kosten und psychischer Belastung ist, bis endlich ein passendes Zuhause für diese Hunde gefunden werden kann. Die bloße Angabe einer Anzahl von vermittelten Doggen spiegelt diese Problematik nicht wieder.


Darüber hinaus haben wir bei weit mehr als zehn Doggen nicht unerheblich mitgewirkt, um ein neues Zuhause für sie zu finden. Dabei handelte es sich um Doggen, die noch einige Zeit in ihrem Ursprungszuhause bleiben durften, Doggen in Pensionen und Tierheimen oder Pflegestellen, für die aber schnell ein neues Zuhause gefunden werden musste. Diese Aufgabe wurde stets in enger Zusammenarbeit mit dem Doggenschutz geleistet.


Ich selbst habe unzählige (oft sich über Wochen wiederholende) Telefongespräche mit Menschen geführt, die Rat und Hilfe suchten für das Zusammenleben mit ihrer Dogge.


Wir haben Vor- und Nachkontrollen im Umkreis von 200 Km ausgeführt und diese auch für andere Tierschutzorganisationen (Dobermann) übernommen. Auch Besuche bei Menschen, die sich als Pflegestelle bei uns gemeldet hatten, gehörten zu unserem Programm.



 



 



 



 


Hier soll noch kurz von einem Ereignis berichtet werden, das uns wochenlang beschäftigte:



 


Während des vergangenen Jahres gab es einen kurzen Kontakt (Telefon und emai zu Gesa Kuhn, die eine Hundeschule und –pension betrieb, und – bekannt über Fernsehauftritte – vor allem sich um  „Country dogs“  bemühte und vorgab, diese in großer Zahl aufgenommen Hunde zu „resozialisieren“. Unser Kontakt zu ihr ergab sich dadurch, dass sie (entgegen unserem Rat) die beiden Doggenrüden der Frau H. -CARUSO und DUBAI- für zwei Monate aufgenommen hatte. Beide Doggen sind dann später in schlechtem körperlichen und psychischen Zustand in unsere Pflegestelle zu Rosi gebracht worden, wo der schwerkranke alte CARUSO starb. DUBAI ist zu uns gekommen.


Im Sommer 2011 sind nach mehreren Anzeigen gegen Gesa Kuhn die Behördenvertreter aktiv geworden. Bevor das völlig eingemüllte Anwesen betreten wurde und die verhungerten und zerbissenen Hunde dort herausgeholt werden konnten, hatten informierte Menschen bereits die meisten Doggen in Sicherheit gebracht.


Teilweise sollen dort mehr als 70 Hunde gelebt oder besser dahinvegetiert haben.



 



 


Es gibt aber auch andere Menschen, an die wir mit Dankbarkeit und Respekt denken.



 



 


Wieder einmal hatte die Familie Elke und Willi Ruge aus Buchholz zusammen mit vielen unermüdlichen HelferINNEn  im November 2010 einen vielseitigen Weihnachtsbazar für bedürftige Tiere eingerichtet. Der Erlös der verkauften Bastelarbeiten und Getränke und Gebäck ging anteilig an das Tierheim Buchholz und die Doggen-Nothilfe. Dafür danken wir ganz herzlich.



 



 



 


Die Zusammenarbeit mit dem Doggenschutz hat sich weiter intensiviert. Lydia und ihr Team haben tatkräftige Hilfe geleistet bei der Versorgung und tierärztlichen Betreuung des Doggenrüden PRINZ. Vielfältige finanzielle Hilfen erhielten wir für einzelne Doggen mit besonders hohem Bedarf an tierärztlicher Betreuung.


Dafür, liebe Lydia, unseren allerherzlichsten Dank.



 



 


Peter Schönke hat sich wieder einmal als unverzichtbar für unsere Tierschutzarbeit erwiesen.


Wann immer wir tatkräftige Hilfe, Rat und Unterstützung brauchen ist Peter- vor allem im


Großraum Berlin- zur Stelle.



 


Auch Frau und Herrn Sokolowski sind wir zu Dank verpflichtet. Sie haben immer wieder weite Fahrten zum Transport von Doggen unternommen, sie haben für Wochen Pflegedoggen bei sich aufgenommen und haben „Vorkontrollen“ bei Interessenten für unsere Notdoggen ausgeführt. Dafür herzlichen Dank.



 


Besonders gefreut haben wir uns über das Angebot von Dr.Horn und seiner Frau (Tierheim Plön/Kossau), Mitglied der Doggen-Nothilfe zu werden. Gern habe ich, die ich seit vielen Jahren den Kontakt zu diesen Tierschützern unterhalte, das Angebot angenommen.



 


Als sehr hilfreich hat sich der Kontakt zu Herrn Suhr als Hundetrainer erwiesen. Wir – Ilka und ich-  haben seine Hilfe gesucht, um unsere Zwei Doggen (NORA und DUBAI) besser im Hinblick auf die Begegnung mit anderen Hunden zu erziehen. Mehrere Trainingsstunden (anfangs mit je einer Dogge, dann jetzt mit beiden) auf dem Gelände des Hundehotels von Herrn Suhr haben uns deutlich weitergebracht. Doch bleibt noch viel zu tun, vor allem mit dem Rüden DUBAI.



 



 


Ohne den unermüdlichen Einsatz von ROSI wäre unsere Arbeit nicht möglich gewesen. Rosi war immer wieder bereit, „schwierige“ und kranke Doggen aufzunehmen. Ich kann schon lange nicht mehr zählen, wie viele Male sie mit einem kranken oder frisch operierten Hund zu den Ärzten nach Greifswald gefahren ist? Wie viele Male hat sie mir oder anderen Fahrern eine Dogge abgenommen oder entgegengebracht?


Und dann musste Rosi immer wieder erleben, dass eine der Doggen, mit denen sie so eng zusammenlebt, gestorben ist. Von dem unerwarteten Tod von RAMON wurde schon berichtet. TINA, die fast drei Jahre bei ihr lebte, weil es keine Interessenten für sie gab. Der alte HASKO, ebenfalls unvermittelbar, hatte bei ihr sein Zuhause gefunden. Er war seit Jahren herzkrank und hatte schwere Arthrosen, dennoch kam sein Tod so plötzlich. DARKER, wir hatten ihn als „Fundhund“ aufgenommen. Seine gesundheitlichen Probleme waren so vielfältig, dass er ein Dauergast bei den Tierärzten in Greifswald war. Wir hätten ihm so sehr ein liebevolles Zuhause gewünscht, aber es gab keine Menschen, die ihn wollten. Und dann der plötzliche Tod. All diese bitteren Erfahrungen hat niemand von uns so intensiv erleben müssen wie Rosi.



 



 


Als wir im vergangenen Jahr in dieser Runde zusammenkamen, war der damals schon ältere Doggenrüde DUBAI gerade bei uns eingezogen. Anfangs konnte er nur wenige Meter gehen, legte sich immer wieder hin. Seine Liegeschwielen und sein hartes immer noch stinkendes Fell ließen vermuten, wie er die letzten Jahre gelebt haben musste. DUBAI war freundlich und geduldig mit uns, aber er wirkte wie innerlich eingefroren. Schon wenige Stunden nach meiner Begegnung mit ihm hat er unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er mein  Hund sein wolle. Das ist so geblieben mit einer eindrucksvollen Absolutheit.


Monatelang hat er die intensiven Spielaufforderungen unserer jungen NORA unbeantwortet gelassen.


Tierärztliche Untersuchungen haben die unbehandelte OCD beider Schultergelenke bestätigt. Auf Anraten unseres Dr.Kuhn in der Tierklinik Wahlstedt erhielt DUBAI im Abstand von etwa 6 Monaten je eine Cortison-Injektion (in Narkose) in die Schultergelenke. Der Erfolg war und ist überzeugend. Um die Weihnachtszeit herum begannen unsere Doggen im tiefen Schnee miteinander zu spielen. Heute rennt DUBAI mit NORA um die Wette, er ist einfallsreich in der Spieltechnik, kann Wege abkürzen und auf NORAs erwarteten Rennpfad auf der Lauer liegen. DUBAI, der in den ersten Tagen Mühe hatte unsere Holztreppe hochzugehen, steigt diese nun mehrmals täglich mühelos empor, um mit in unserem Bett liegen zu können. DUBAI genannt „Bärchen“ wird in wenigen Wochen acht Jahre, wir wünschen so sehr, dass er noch lange bei uns bleiben kann.



 



 



 


Anfang des Jahres habe ich zwei neue Rubriken für unsere Homepage eingerichtet:


„Zuhause gefunden“ und „Erinnerungen“.



 


Zuhause gefunden



 


Hier sollen Berichte stehen, die von den Doggen erzählen, die wir in ein passendes Zuhause vermitteln konnten. Es sind sehr authentische Berichte von den Menschen, die von dem alltäglichen Zusammenleben mit ihren Doggen erzählen, die wir ihnen anvertraut haben.


Es sind ausgewählte Berichte und es macht uns stolz und glücklich, dass es diese Menschen gibt. Oft brauchen wir aber auch diese Rückmeldungen so sehr, um nicht unter dem immer neuen Elend verwahrloster und in Stich gelassener Doggen ganz zu verzweifeln.



 



 


Erinnerungen



 


Hier werden zukünftig Texte zu lesen sein, in denen an Doggen erinnert wird, die mir (uns) im Laufe vergangener  Jahre begegneten und die immer noch so präsent in unserer inneren Vorstellung sind.


Es sind Doggen, die wir unter den Schutz der Doggen-Nothilfe gestellt hatten und die dann nach langer Zeit in Not und Elend  zu Menschen vermittelt wurden, die ihnen ein liebevolles uns sicheres Zuhause bis an ihr Lebensende schenkten.


Es wird aber auch an Doggen erinnert, deren vorzeitigen Tod wir nicht verhindern konnten entweder weil die Kraft der Hunde nicht mehr ausreichte für ein lebenswertes Leben oder aber weil es durch Eingriffe von Behördenvertretern zur Tötung der Doggen kam,  was wir nicht aufhalten konnten.


Einige dieser Berichte sind teilweise schon früher auf unserer Internet Seite zu lesen gewesen, andere werden jetzt neu erstellt. Hier findet sich jetzt auch ein älterer Text über das sogenannte „Doggendrama“ des Bohling-Zwingers von 1999, was gleichzeitig die Anfänge der Doggen-Nothilfe markiert. Besonders eindrucksvoll sind Video-Aufnahmen mit einigen kurzen Originalszenen.



 


Eva Gorski                                                             07. Mai 2011


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