Vermittelt
DONALD (elf Monate jung)Montag 16.April.2012 19.33

Dieser Jungrüde kam namenlos zu uns und sein Pflegefrauchen hat ihn wegen seines watschelnden Ganges „DONALD“ genannt.


 


Wir hörten von ihm über eine Frau, die diese junge Dogge in einer Autowerkstatt entdeckte und um Hilfe bat. Der Werkstattmeister wollte ihr den Hund gleich mitgeben, da er ihn nicht behalten konnte. DONALD war dort abgegeben worden, weil er die Treppen in den zweiten Stock eines Miethauses nicht steigen konnte. Nachträglich haben wir erfahren, dass die junge Dogge dort in der Werkstatt/ Schrottplatz von dem Zeitpunkt an gelebt haben muss als er im Alter von etwa vier Monaten von Menschen, die wir nicht kennen, übernommen wurde. In diesen zurückliegenden Monaten musste die heranwachsende Dogge wohl die meiste Zeit angebunden an einem Zaun verbracht haben. Es handelt sich um den Zeitabschnitt intensivsten Wachstums und Ausbildung der Knochen, Gelenke und Bänder bei einer so großwüchsigen Hunderasse wie einer Dogge. Das Erleben dieser ausgeprägten Mangelsituation in Bezug auf angemessene Fütterung und Bewegungsmöglichkeiten hat bei DONALD zu den jetzt vorliegenden erheblichen Stellungsfehlern der Gliedmaßen geführt.


DONALD ist inzwischen in der Tierklinik Isernhagen vorgestellt worden. Die ihn behandelnden Ärzte haben durch mehrere Röntgenaufnahmen feststellen können, dass entgegen unseren Befürchtungen, keine Gelenkdeformationen vorliegen, wohl aber noch etwas eingeschränkte Funktionen der Bänder.


Wir haben für diesen Rüden eine Pflegestelle mit einer liebevollen und kompetenten Frau gefunden, die unseren DONALD vorbehaltlos in ihre Familie aufgenommen hat.


Die anfänglich extreme Fehlstellung der Hinterhand hat sich den letzten Wochen deutlich gebessert d.h. der Hund steht stabiler und bewegt sich gern.


Von seinem Pflegefrauchen haben wir folgenden Bericht über ihn erhalten:



 


Der Doggenrüde Donald hat sich auf seiner Pflegestelle gut eingelebt, genießt die Hundegesellschaft und zeigt sich in seinem Verhalten gegenüber anderen Hunde völlig unproblematisch. Er spielt gern, ist Menschen gegenüber sehr lieb und anlehnungsbedürftig und liebt Kinder über alles. Er hat sein Pflegefrauchen schon öfter in die Schule begleitet und wird dort von allen Kindern umschwärmt. Krach und Gewusel stören ihn überhaupt nicht, er ist ein echter Herzensbrecher.

Im Haus bleibt er in Hundegesellschaft ca. 3 Std. allein, er ist stubenrein, fährt sehr gern Auto (man muss ihm aber hinein helfen). Allerdings bleibt er im Auto nur unter Jaulen und Protest allein.

Donald bekommt hochwertiges Futter und Nahrungszusätze, um seine körperlichen Defizite /Fehlstellung auszugleichen. Er hat zur Zeit keine Schmerzen, baut in vielen kurzen Spaziergängen Muskulatur auf und watschelt fröhlich durch die Welt. Donald ist leinenführig, hat aber keine wirkliche Erziehung genossen und kann noch viel lernen

Sein Verhalten gegenüber Katzen konnte noch nicht getestet werden.

Donald ist ein liebenswerter, im Verhalten problemloser Junghund, auf dessen Behinderungen man allerdings Rücksicht nehmen muss. Treppen und lange Märsche braucht er eher nicht, aber eine fröhliche Familie, gern auch mit Hundegesellschaft, sowie eine doggengerechte Erziehung wünscht er sich sehr.


Wo sind die Menschen, die DONALD ein sicheres Zuhause geben wollen? Wichtig ist nicht nur die emotionale Bereitschaft DONALD mit seinen vielleicht bleibenden motorischen Einschränkungen anzunehmen, sondern es müssen auch die für Aufzucht und Haltung einer Dogge notwendigen zeitlichen, räumlichen und finanziellen Möglichkeiten gegeben sein.


Eva Gorski



 


Kontakte:


Eva Gorski, Tel. 04302-1813 bis 20.OO Uhr


Doggen-Nothilfe e.V.


Lydia Muus, Tel. 04385-593971


Doggenschutz


Barbara Strasser-Böhme


Tel. 05037-968244


Pflegestelle


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