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Wir brauchen Hilfe Samstag 15.Dezember.2012 12.10

Wir brauchen Hilfe für unsere Doggen


 


Wir alle, die wir täglich aktiv im Tierschutz engagiert sind, wissen, dass es vergleichsweise einfach ist,  eine junge, gesunde, mit anderen Hunden verträgliche Dogge aufzunehmen und zu vermitteln. Dass es grundsätzlich immer schwieriger wird, überhaupt passende Menschen für eine Dogge zu finden, will ich hier nicht weiter thematisieren.


Aber da sind die anderen Doggen, die von ihren Menschen „abgegeben“ werden, weil . . . .


Alle die möglichen Gründe will ich nicht aufzählen.


Es sind Doggen,  oft junge Rüden, ohne irgendeine Erziehung mit ausgeprägter sozialer Unsicherheit oder/und Tendenz schnell ein aggressives Verhalten zu zeigen. Natürlich sind diese Verhaltensweisen kein feststehendes Merkmal dieser Doggen, aber es bedarf einer sehr genauen Überlegung, an welche Menschen diese Hunde vermittelt werden können. Das kann lange dauern.


Und dann sind da noch die Doggen, die durch ein Leben in sozialer Isolierung, in Enge, Dreck und Bewegungsmangel und v.a. durch einen Mangel an emotionaler Zuwendung tief geprägt sind. Diese Doggen kommen schwer geschädigt an Leib und Seele zu uns. Als krasses Beispiel ein Verweis auf die Doggen aus den „Tötungsstationen“ im Ausland, aber auch aus Zwingern und Schuppen in Deutschland.


Wir sind nicht ahnungslos und naiv, wenn wir diese Hunde aufnehmen. Vielmehr  wissen wir schon bei der ersten Begegnung (oder Schilderung)und unserer Zusage diese Dogge unter unseren Schutz zu stellen, dass diese lange unsere Hilfe benötigen wird bevor wir die passenden Menschen für sie finden. Es sind Doggen mit schweren (weitgehend irreversiblen) Bewegungs- und Haltungsschäden, mit anhaltenden Magen- und Darmproblemen, mit schweren (nur durch mehrfache Operationen zu behebende oder zu lindernde) Augenleiden und mit gravierenden gynäkologischen Erkrankungen (z.B. bei den „ausrangierten Zuchthündinnen“). Eine so kleine Organisation wie die Doggen-Nothilfe kann es sich nur ab und zu leisten, einen Hund mit so einem umfangreichen Hilfebedarf aufzunehmen.


Solch eine Dogge lebt dann viele, sehr viele Monate bei Rosi Kehler. Sie wird oft zum ersten Mal in ihrem Leben gepflegt und mit geeignetem Futter versorgt und sie kann an der Menschenwelt teilnehmen und wird geliebt. Sie wird mehrfach zu unseren (auf Doggen spezialisierten) Tierärzten nach Greifswald gefahren, um die bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten. Das alles leistet Rosi Kehler, aber wir benötigen dazu Geld.


Manche Doggen können nie wieder ganz körperlich gesund werden, dennoch gibt es Menschen, die eine dieser Doggen adoptieren. In sehr ausführlichen Gesprächen vor dieser „Adoption“ schildern wir alle die noch bestehenden Erkrankungen der Dogge und des Risikos einer Verschlechterung. Wir haben großen Respekt vor den Menschen, die sich dann trotzdem für diese schon so gezeichnete Dogge entscheiden.


Doch manchmal übertreffen die entstehenden Tierarzt- und Medikamentenkosten dann doch die finanziellen Möglichkeiten der Menschen und die Doggen-Nothilfe erhält einen Hilferuf. Aber auch wir – die Doggen-Nothilfe – haben inzwischen schon wieder so eine „teure Dogge“ aufgenommen und unsere Vereinskasse ist recht leer geworden.



 


In diesem Aufruf geht es um die Doggenhündin BELLA, um unsere PLATINA und um DONALD.


 


PLATINA
 


Im Spätsommer 2011 erreichte uns der Hilferuf einer Tierschutz-Organisation aus Ungarn.


Eine völlig verstörte und verängstigte Doggenhündin war im Straßengraben liegend gefunden worden und in die „Auffangstation = Tötungsstation“ gebracht worden wo sie als „Fundhund“ nach 14 Tagen hätte getötet werden sollen. Nachdem wir als Tierschutz-Organisation zusagten, diese Hündin aufzunehmen, durfte sie die Tötungsstation verlassen. Ein Tierpfleger hat sie privat aufgenommen und die notwendigsten medizinischen Versorgungen eingeleitet. In einem engen Telefon- und email-Kontakt erfuhren wir, dass PLATINA (wahrscheinlich eine ausrangierte Zuchthündin) so schwer krank war, dass es anfangs unsicher blieb, ob sie überleben würde: eine generalisierte Demodikose, eine Gebärmutterentzündung und Husten. Die damals schon notwendige operative Gebärmutterentfernung war wegen des schlechten Gesamtzustandes der Hündin nicht möglich.


Dann endlich war sie transportfähig und durfte zu Rosi Kehler, wo sie liebevoll und fachkundig aufgenommen und versorgt wurde. PLATINA, eine freundliche und lebensfrohe Hündin war und ist gezeichnet durch diese schweren Erkrankungen. Das erheblich geschädigte Immunsystem führte zu immer neuen Krankheitssymptomen wie Eiterbeulen am Körper und zwischen den Zehen der Pfoten, auch sich wiederholende Erbrechensattacken. Erst nach Wochen konnte die immer aufgeschobene Gebärmutterentfernung vorgenommen werden.


Für unseren Jahresbericht der Doggen-Nothilfe für 2011 wählten wir ein Bild von PLATINA, das damals eine fast gesund wirkende Doggenhündin auf Rosis Sofa zeigt.


Es fanden sich Menschen, die unsere TINA zu sich in ihre Familie holen wollten. Wir machten auf all die bisher bei TINA bekannten Erkrankungen aufmerksam und berichteten auch von der unsicheren Prognose für ihr weiteres Leben. Aber die Menschen blieben bei ihrem Entschluss. Dann durfte TINA dahin umziehen.


Leider häuften sich die Krankheitssymptome bei TINA als Folge des schwer geschädigten Immun- und Verdauungssystems. Jetzt erreichte uns ein Hilferuf der Familie, da die immer neu entstehenden Tierarzt- und Medikamentenkosten die finanziellen Möglichkeiten überschreiten.


Weitere Einzelheiten finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Zuhause gefunden“. 


DONALD



Der damals 11 Monate alte Doggenrüde kam zu uns über eine Frau, die ihn in einer Autowerkstatt entdeckt hatte. Der Jungrüde lebte dort über Monate hinweg überwiegend auf dem umgebenden Schrottplatz oder war angebunden an einem Zaun. Die schweren Stellungsfehler des Hundes fielen sofort auf, er konnte sich nur mühsam fortbewegen. Wir schafften es, den Hund dort wegzuholen und in eine Pflegestelle zu geben. Dort erhielt er wegen seines hoppelnden Ganges den Namen DONALD.


DONALD blieb einige Wochen in der Pflegestelle und zeigte sich als  ein freundlicher und mit allen anderen Hunden verträglicher Rüde. Eine Vorstellung dieser Dogge in einer Tierklinik ergab, dass die Tierärzte, die ihn untersuchten, die bereits eingetretenen Gelenkdeformationen als nicht so schwerwiegend einstuften. Insgesamt wurde eine eher günstige Prognose erstellt.


Dann meldeten sich Menschen, die DONALD kennen lernen wollten und die sich dann, bei dem ersten Besuch bei ihm, entschieden, ihn ganz in ihre Familie aufnehmen zu wollen.


Trotz aller auch bestehenden Befürchtungen einer weiteren Verschlechterung seines Zustandes blieben diese Menschen bei Ihrem Entschluss. Und DONALD durfte dorthin in sein neues Zuhause ziehen.


Aber: die  Bewegungsstörungen des Jungrüden nahmen zu und die eher beruhigenden Aussagen der bisherigen Tierärzte schienen immer unglaubwürdiger. So wurde DONALD von seinen Menschen in eine andere (sehr renommierte) Tierklinik gebracht, um weitere Untersuchungen (MRT/CT) zu ermöglichen. Das niederschmetternde Ergebnis: es ist ein Wobbler-Syndrom, das prinzipiell operierbar wäre, hätte der arme Kerl nicht auch in beiden Vorderbeinen eine schwere Arthrose. Weitere tierärztliche Kontrolluntersuchungen und Behandlungen sind notwendig. Eine Heilung oder wenigstens grundlegende Besserung wird es nicht geben. DONALD bleibt eine behinderte Dogge.


DONALD ist (noch) ein lebensfroher Hund, der seine Familie liebt und von diesen genauso geliebt wird.


Die hier bisher entstandenen und immer neu entstehenden Tierarzt- und Medikamentenkosten überschreiten die finanziellen Möglichkeiten seiner Familie.
Auch wir – die Doggen-Nothilfe und der Doggenschutz - können nur mit kleinen Beträgen helfen, da es ja so viele andere Doggen in Not gibt.


Wo sind die Menschen, die uns und DONALD mit einer Spende helfen können?


Weitere Einzelheiten finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Zuhause gefunden“.


 


BELLA



Im Vergleich zu den anderen von uns aufgenommenen „Not-Doggen“ ist BELLA, die zunächst aus so elenden Lebensverhältnissen kam und sich dann auch noch als nahezu blind erwies, inzwischen zu einer gesunden Doggenhündin mit etwas eingeschränkter Sehfähigkeit geworden.


Wir konnten diese Hündin aus einem kleinen Zwinger, in dem sie eingesperrt war, nachdem ihre Menschen sie  dort zurückgelassen hatten, herausholen. BELLA knurrte aus dem Käfig heraus alle Menschen an, was dazu führte, dass niemand mehr wagte die Tür zu öffnen. Das Futter wurde durchs Gitter geschoben. In unserer Pflegestelle bei Rosi wurde BELLA schnell zu einer freundlichen und spielfreudigen Hündin, aber gleichzeitig erkannte Rosi, dass die Hündin fast nicht sehen konnte. Zusätzlich waren Ihre Augen von zugeklebten und verwachsenen Lidern verdeckt. Die Entzündungen konnten durch entsprechende Medikamente behoben werden, doch unverändert blieb das Problem der Lider und Augenränder. So beschlossen wir, Tierärzte unseres Vertrauens  in einer aufwendigen Operation versuchen zu lassen, BELLAS Augenprobleme zu lindern, gleichzeitig sollte die Kastration der Hündin erfolgen.


Es wurden die über den Augen liegenden Oberlider gestrafft  und Drüsen entfernt. Nach wenigen Tagen, nachdem die Schwellungen abgeklungen waren, wurde immer deutlicher, dass BELLA zunehmend Hell und Dunkel, große Gegenstände und Öffnungen erkennen kann. Sie konnte erstmalig überhaupt die Augen richtig öffnen. Was für ein Glück für uns alle.


Schon während der Zeit der „Blindheit“ meldeten sich Menschen, die BELLA ein Zuhause geben wollten. Nun lebt die Hündin schon seit einigen Wochen in ihrer Familie. Und wir sind so froh, dass wir diese lebensfrohe, freundliche Hündin aus ihrer Isolationshaft geholt haben und sie so aufwendig operieren ließen.


Inzwischen haben wir die Tierarztrechnung über 850 Euro erhalten, das leert unsere Vereinskasse bis auf einen kleinen Rest.


Wir nehmen deshalb BELLA mit in unseren Spendenaufruf auf.
 


Konto der Doggen-Nothilfe e.V.


Fördersparkasse


Konto Nr. 1400067177  BLZ 21050170


Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.



 


Eva Gorski


Doggen-Nothilfe-Team                                         Dezember 2012


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