Aktuelles!
MitgliederanschreibenMontag 09.Dezember.2013 18.23
Liebe Mitglieder und Förderer der Doggen-Nothilfe e.V. Postfeld, den 25.04.2013


In diesem Schreiben möchte ich Ihnen von den zunehmenden Schwierigkeiten in unserem Verein berichten und Sie bitten, dazu Stellung zu nehmen (gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen).
Schon bei der letzten Mitgliederversammlung habe ich zum Ausdruck gebracht, dass unsere finanziellen Rücklagen immer geringer werden. Diese Problematik hat sich dadurch verstärkt, dass wir kaum noch Spenden erhalten, dass unsere Mitgliederzahlen konstant niedrig sind. Gleichzeitig haben wir in den letzten 18 Monaten Doggen aufgenommen, die einen hohen Bedarf an tierärztlicher Behandlung hatten (und haben) und die Monate lang in unserer Pflegestelle bei Rosi Kehler gelebt und natürlich Futterkosten verursacht haben. Die Vermittlung von Notdoggen wird immer schwieriger. Rosi Kehler kann derzeit keine Doggen mehr aufnehmen, es leben dort noch zwei Doggen, die seit Monaten ein Zuhause suchen. Zusammenfassend ist die Situation so, dass die Doggen-Nothilfe keine geeigneten Pflegestellen mehr hat und keine finanziellen Rücklagen, um Hunde aufnehmen zu können. Wir haben in den vergangenen Wochen Inserate in Regionalzeitungen gehabt, um nach passenden Pflegestellen zu suchen. Ohne jeden Erfolg. Wir haben einen ausführlichen Spendenaufruf auf unserer HP. Ergebnis : nahezu ergebnislos.
Ich selbst bin im Laufe der Jahre müde geworden und die durch die Internetmöglichkeiten (vor allem Facebook) geschaffenen Formen des „grenzenlosen Informationsaustausches“ schaffen ein so verändertes Kommunikationsklima, dass Tierschutzarbeit wie ich sie einmal machen wollte, kaum noch gelingen kann.
Es werden Doggen in großer Zahl über das Internet „angeboten“, sie werden verschenkt oder für 100 oder weniger EUR verkauft. Weshalb sollten sich dann noch Doggen-Interessenten der Mühsal von ausführlichen Gesprächen über ihre Hundehaltereignung, von Kontrollbesuchen, dem Eingehen von Überlassungsverträgen mit einer Schutzgebühr aussetzen, wenn es doch alles so viel einfacher geht! Die vielen Anrufe von Menschen, die sich auf diesem Internetweg eine Dogge „angeschafft“ haben und dann nach wenigen Tagen bei uns anrufen, um nun schnell diese Dogge wieder loszuwerden, weil sie das Kind anknurrt, nicht an der Leine geht, unverträglich mit anderen Hunden ist usw. usw. will ich nur erwähnen. Und dann die „Hilferufe“ und Bittbriefe von Menschen, die keine Zeit, kein Geld und keine Geduld für ihre Dogge haben und diese möglichst schnell loswerden wollen oder um Beteiligung an hohen Tierarztkosten ersuchen. Unser Verein wird wie ein Dienstleistungsunternehmen behandelt, das aus irgendwelchen Quellen finanziert wird und jederzeit handlungsbereit zu sein hat. Tatsächlich setzen bei uns ganz wenige Menschen all ihre Kraft (körperlich und emotiona ein, um den Doggen, die wir so lieben zu helfen. Es gibt keinerlei materielle Vergütungen (außer kleinen Zuschüsse zu langen Fahrten) und alles, was wir an Geld ausgeben können, stammt von Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Dennoch, die Doggen-Nothilfe, die ich 1997 begonnen habe aufzubauen unter dem Eindruck der elenden Lebensbedingungen von Doggen überall in Deutschland, hat in den zurückliegenden Jahren viel geleistet. Von unseren Erfolgen und unserem Scheitern finden sich ausführliche Berichte auf unserer Internetseite unter den Rubriken „Erinnerungen“ und „Zuhause gefunden“.
Nach intensiven Gesprächen mit den Vorstandsmitgliedern (einschließlich Elke Ruge) sind wir zu dem Ergebnis gekommen, die Auflösung des Vereins zum Jahresende vorzuschlagen. Dann würde der gesamte Vorstand zurücktreten.
Es bliebe noch die Möglichkeit den Verein fortzuführen, wenn sich andere Menschen finden für die Vorstandsarbeit (unter den geschilderten Bedingungen).
Es wäre schön, wenn Sie uns Ihre Meinung zur geschilderten Situation des Vereins
bis Mitte Mai
per Email an info@doggen-nothilfe.de oder mit Briefpost mitteilen würden.
Die nächste Mitgliederversammlung ist für Mitte – Ende Juni 2013 wieder an einem Sonnabendnachmittag in der Region Schleswig-Holstein-Hamburg geplant.


Eva Gorski
1. Vorsitzende der
Doggen-Nothilfe e.V.

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