Doggen  sind rassetypisch außerordentlich sensible Hunde mit einem ausgeprägten Bedürfnis nach engem Menschenkontakt. Doggen sind wachsam, ohne aggressiv zu sein; ihre Aggressionsschwelle liegt deutlich höher als bei vielen anderen Hunderassen. Sie sind leicht erziehbar mit Konsequenz und Zuwendung (ohne Härte). Diese großen Hunde sind ruhig im Haus, brauchen aber viel Raum und Freiheit zum Toben und Spielen draußen.

Doggen, die von uns vermittelt wurden, sind aus Lebensbedingungen herausgekauft worden, die nichts mehr von dem zu bieten hatten, was eine Dogge braucht, um diesen einzigartigen Doggencharakter entwickeln zu können.

Doggen, diese großen, sensiblen und sanften Hunde, eingesperrt in dunkle Schweineställe, in Gitterkäfige
mit verdrecktem Betonboden ohne Schlafplatz, diese menschenbezogenen Hunde ausgesperrt aus allen sozialen Bezügen, diese lauffreudigen Tiere ohne Bewegungsmöglichkeit, mager und frierend und psychisch fast zerbrochen - das sind keine Horrorbilder aus Süd- oder Osteuropa, das ist Wirklichkeit überall in Deutschland.

Diese herrlichen Hunde, die nach jahrelanger Qual der Einsamkeit, der Monotonie, nach Hunger und Kälte, nach Bewegungs- und Erfahrungsmangel immer noch den Menschen suchen, der mit ihnen leben will.

Doggen stehen stellvertretend für Tausende andere Hunde und darüber hinaus für Millionen anderer Tiere, die unversorgt, sozial isoliert, eingesperrt und angekettet sind, die wir als Menschen gebrauchen, missbrauchen und verbrauchen
wie leblose Materie.

Doggen stehen für alle diese Tiere mit ihrem Leid, ihrer psychischen Not und ihrem Schmerz. Ihre rassetypsiche Sensibilität, ihre psychische und physische Verletzlichkeit, ihre Größe, ihr dünnes Fell ohne Unterwolle, ihre Sehnsucht nach Menschenkontakt und freier Bewegung (sie tragen Windhundblut in sich) lässt sie leiden bis zum psychischen Zerbrechen.